{"id":201,"date":"2023-12-14T08:05:34","date_gmt":"2023-12-14T08:05:34","guid":{"rendered":"https:\/\/lai.wilhelm-leuschner-stiftung.de\/?page_id=201"},"modified":"2023-12-19T08:18:17","modified_gmt":"2023-12-19T08:18:17","slug":"201-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lai.wilhelm-leuschner-stiftung.de\/?page_id=201","title":{"rendered":"Familie Lai"},"content":{"rendered":"\n    \n    <section class=\"u-align-center u-clearfix u-grey-10 u-section-2\" id=\"sec-d4d4\">\n      <div class=\"u-clearfix u-sheet u-valign-middle-md u-valign-middle-sm u-valign-middle-xs u-sheet-1\">\n        <div class=\"u-container-style u-expanded-width u-palette-1-light-3 u-post-details u-post-details-1\">\n          <div class=\"u-container-layout u-valign-middle u-container-layout-1\"><div class=\"none-post-image\" style=\"display: none;\"><\/div>\n            <h2 class=\"u-blog-control u-text u-text-1\">\n              <a class=\"u-post-header-link\" href=\"https:\/\/lai.wilhelm-leuschner-stiftung.de\/?p=237\">Familie Lai<\/a>\n            <\/h2>\n            <div class=\"u-blog-control u-metadata u-text-grey-30 u-metadata-1\">\n              <span class=\"u-meta-date u-meta-icon\">19. Dezember 2023<\/span>\n              <span class=\"u-meta-category u-meta-icon\"><a class=\"u-textlink\" href=\"https:\/\/lai.wilhelm-leuschner-stiftung.de\/?cat=1\" rel=\"category\">Uncategorized<\/a>\n              <\/span>\n              <span class=\"u-meta-comments u-meta-icon\"><a class=\"u-textlink\" href=\"https:\/\/lai.wilhelm-leuschner-stiftung.de\/?p=237#respond\">Comments (0)<\/a><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"u-align-justify u-blog-control u-post-content u-text u-text-2\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Familie Lai besteht aus dem Vater Johann Friedrich Lai, geboren am 3. Juli 1881 und der Mutter<br>Margarethe, geboren am 15. Dezember 1888 und ihren vier Kindern.<br>Friedrich Johann 24.11.1907 W\u00fcrzburg<br>Wilhelm 17.01.1909 W\u00fcrzburg<br>Georg 6.09.1911 Pegnitz<br>Margarethe 15.11.1914 Pegnitz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide sind gewerkschaftlich und politisch interessiert und engagiert, was sie an ihre Kinder weitergeben.&nbsp;Der Vater arbeitet nach dem Umzug nach Pegnitz in der AMAG (heute KSB) als Muster-Gie\u00dfer und die Mutter als Maschinenarbeiterin. Sie wohnen sie am Zipser Berg 15 einem Haus ganz in der N\u00e4he der&nbsp;AMAG-Hilpert Pegnitzh\u00fctte. Der Vater fiel im Ersten Weltkrieg im Mai 1915 in Galizien. Danach musste die Mutter alle vier Kinder allein gro\u00dfziehen. Sie war Sozialdemokratin. Der \u00e4lteste Sohn Friedrich Johann genannt Hans arbeitete nach seiner Lehre als Schlosser als Lagermeister im sozialdemokratischen Arbeiter-Konsum in Pegnitz. Der \u00e4lteste Sohn stirbt 1933 als Fremdenlegion\u00e4r in Marokko. Wilhelm Lai beginnt im Alter von 14 Jahren eine Lehre als Dreher bei er AMAG. Bereits mit 13 Jahren trat er als aktiv politisch denkender Mensch dem \u201eKommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD)\u201c bei, 1924 der<br>\u201eRoten Hilfe\u201c. Er organisiert sich mit 15 Jahren gewerkschaftlich im \u201eDeutschen Metallarbeiterverband\u201c und ist ab 1925 Ortsvorsteher des KJVD in Pegnitz. 1926 verl\u00e4sst er als Geselle Pegnitz und gelangt auf seiner Wanderschaft nach Zwickau, wo er Gewerkschafts-Jugendvertrauensmann f\u00fcr den KJVD ist. Er kommt nach Chemnitz als Zellenleiter und Teil der Bezirksleitung des KJVD, nach R\u00fcsselsheim als Vorsitzender der KJVD-Gruppe und nach Darmstadt als Unterbezirksleiter und Mitglied Bezirksleitung. 1931 wird er Mitglied der KPD: Ebenfalls tritt er der \u201eRevolution\u00e4ren-Gewerkschafts-Opposition\u201c sowie den \u201eNaturfreunden\u201c bei. Er ist von April bis Juni 1933 Stadtteilleiter der inzwischen illegalen KPD in Darmstadt. Im Juni 1933 wird er f\u00fcr drei bis vier Wochen im KZ Osthofen eingesperrt. Nach seiner Freilassung flieht er in die Tschechoslowakei und wird dort von anderen Emigranten als Kurier eingesetzt.<br>Von Frankfurt\/Main bis Straubing und M\u00fcnchen reist Willi Lai um die KPD-Organisationen mit Literatur zu versorgen. Ab 1934 wird er wegen \u201eVorbereitung zum Hochverrat\u201c von der Polizei gesucht. Seine Mutter und seine Schwester werden immer wieder zu Verh\u00f6ren geholt. 1935 ist sein Bruder Georg in N\u00fcrnberg bei den Siemens-Schuckert-Werken besch\u00e4ftigt und wird bei einem Treffen mit Wilhelm f\u00fcr Spionagezwecke vorgesehen. Wilhelm flieht \u00fcber die Schweiz nach Frankreich und nach Spanien. Dort k\u00e4mpft er als Angeh\u00f6riger der 28. spanischen Division in der 11. internationalen Brigade bis Januar 1939 gegen die Franco-Armee. 1940 wird sein Bruder Georg Lai, der in N\u00fcrnberg arbeitet, in Schutzhaft genommen und in das KZ Dachau \u00fcberstellt. Am 10. August 1940 wird er mit der H\u00e4ftlingsnummer 14280 aus politischen Gr\u00fcnden in die Insassenliste des KZs aufgenommen. Sp\u00e4ter kommt er in das Au\u00dfenlager<br>Bad T\u00f6lz. Am 18. M\u00e4rz 1941 muss er im KZ Dachau aufgrund eines Magengeschw\u00fcrs operiert werden. Nach seiner Gesundung erfolgt der Wiederabtransport nach Bad T\u00f6lz. Nach einem Besuch der Schwester Grete wird Georg Lai zur\u00fcck ins KZ Dachau geholt und nach der Pr\u00fcgelstrafe und Pfahlbinden f\u00fcr sechs Wochen in den Lagerunker gesperrt. Willi Lai wird nach dem Sieg Francos am 18. Oktober 1941 in das spanische Konzentrationslager Miranda de Ebro gebracht. Dort versucht er kommunistische Zellen zu bilden und wirbt f\u00fcr den Kommunismus. Am 30. Mai 1942 stirbt die Mutter Margarethe in Bayreuth. 1942 wird er nach Deutschland ausgeliefert und ist seit Januar 1943 im Gef\u00e4ngnis in N\u00fcrnberg-F\u00fcrth inhaftiert. Die Einzelhaft und die stetigen Verh\u00f6re setzen ihm so zu, dass er sich am 18. Februar 1943 die Pulsadern \u00f6ffnet. Er wird gerettet und am 22. Mai 1943 wird er wegen Hochverrats angeklagt und am 22. Juni 1943<br>zum Tode verurteilt. Er versucht eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen, aber er scheitert damit. Sein Bruder Georg wird am 26. Oktober 1942 wird als arbeitsunf\u00e4hig aussortiert und nach Ausschwitz deportiert. Am 21. September 1943 erfolgt die Enthauptung im Gef\u00e4ngnis in M\u00fcnchen- Stadelheim. Er schreibt noch einen Abschiedsbrief an seine Schwester Grete, in welchem er ihr versichert,<br>dass er immer mit den Gedanken bei ihr ist und sie sehr gern hat. Im staatsanwaltschaftlichen Protokoll ist sogar vermerkt wie lange es gedauert hat, bis er aus der Zelle beim Scharfrichter angekommen ist und wie lange es bis zur Enthauptung noch gedauert hat. Ebenso, dass es keine Zwischenf\u00e4lle oder besondere Vorkommnisse gegeben hat. Die Schwester Grete Lai wohnt bis 15. Mai 1942 in N\u00fcrnberg. Seit dem 1.&nbsp;April 1943 ist Grete Lai als Kontoristin beim Wirtschaftsamt, Reichslager Bamberg angestellt. In ihrer Beurteilung wird immer wieder darauf hingewiesen, dass sie aus einer Familie von Kommunisten kommt und trotz unauff\u00e4lligem Verhalten Vorsicht geboten ist. Im Januar 1945 wird Georg, da er als \u201ebew\u00e4hrungsw\u00fcrdig\u201c gilt zur SS-Division Dirlewanger nach Guben \u00fcberstellt. Hier wird er aufgrund<br>angeblicher Meuterei erst geschlagen und getreten und dann am 21. Februar 1945 bei Lieberose erschossen. Grete Lai erh\u00e4lt Anfang M\u00e4rz davon Kenntnis. Nach dem Ende des Nationalsozialismus beantragt Grete Lai Entsch\u00e4digungen f\u00fcr ihre zwei Br\u00fcder, da beide gewaltsam vom NS-Regime get\u00f6tet wurden. Das Haus am Zipser Berg 15 in Pegnitz verkauft sie 1959. Nachdem 1958 der Antrag von Grete Lai gestellt wird, dauert es bis 1962 bis ein Vergleich beschlossen wird.<\/p>\n\n            <\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n      <\/div>\n    <\/section>\n    \n    \n    \n    \n  \n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familie Lai 19. Dezember 2023 Uncategorized Comments (0) Die Familie Lai besteht aus dem Vater Johann Friedrich Lai, geboren am 3. Juli 1881 und der MutterMargarethe, geboren am 15. 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